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| Eine semi-professionelle Dokumentation entsteht
Schul-Videos aus der Medienzentrale
Am Gymnasium Korschenbroich ist neben Büchern und Kopien auch das Fernsehen
ein wichtiges Hilfsinstrument, mit dem Lehrer den Schülern
Unterrichtsinhalte nahebringen können. Über eine zentrale Steueranlage
für Videofilme können Lehrfilme jederzeit in den normalen Unterricht
einfließen. Der Initiator dieses Projekts ist Hans-Dieter Peltzer, der als
Lehrer in den Fächern Latein, Philosophie und Mathematik am Gymnasium
Korschenbroich tätig ist.
Am 1. Juni feierte Peltzer sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Zu diesem
Anlaß nutzte der Schulleiter Dr. Meinulf Barbers noch einmal die
Gelegenheit, ihm für seine Impulse und sein Engagement im Medienbereich der
Schule zu danken. Nach Peltzers Latein- und Philosophiestudium machte er ein
einjähriges Praktikum bei einer Videofirma, ehe er nach einigen Jahren am
Kaarster Gymnasium im Schuljahr 1976/77 nach Korschenbroich kam. Seine beim
Praktikum gewonnenen Erkenntnisse nutzte er auch bei der Planung der zentralen
Videoanlage.
Als 1976 der Neubau der Schule von Architekten geplant wurde, war er bereits
damit beschäftigt, seine Medienzentrale für das Gymnasium
auszutüfteln. Drei Empfangsgeräte übermitteln seitdem Filme auf
rund 30 Monitore in den einzelnen Klassenräumen. Die bis heute in dieser
Größe an den Schulen einmalige Konstruktion wird von den Lehrern
begeistert genutzt. Auch die Schüler freuen sich über interessante
Geschichts- und Naturfilme, die die trockenen Büchertexte teilweise
ersetzen.
Hans-Dieter Peltzer nimmt in seiner Freizeit Konzerte, wie zum Beispiel die
Internationalen Orgelwochen, auf. Hierbei genießt er den Ruf eines Profis,
der auch über die Korschenbroicher Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Sein
Wegbegleiter war Franzjosef Franzen, der bekannte Konzertorganist aus
Korschenbroich. Nach ersten Experimenten spezialisierte sich Peltzer auf eine
6-Kanal-Tontechnik, bei der zwei Hauptmikrofone eng verbunden auf der Mitte der
Bühne, und vier Stützmikrophone am Rand stehen. Mittlerweile zeichnet
er sämtliche Korschenbroicher Konzerte auf. Dabei berechnet er immer nur
seinen Unkostenanteil. Sogar einige CDs sind schon mit seinen Aufnahmen gepresst
worden. Sein Ziel ist immer, daß seine Live-Mitschnitte so professionell
sind, daß es später von der Qualität her wie eine Studioaufnahme
klingt.
Peltzer: "Viele sind der Meinung, daß die Arbeit eines Aufnahmetechnikers
nicht sonderlich schwer sei. Doch wir leisten ebensoviel wie ein Musiker am
Instrument." So wie zum Beispiel ein Gitarrist immer wieder seine Technik
verfeinern muß, so muß ein Aufnahmetechniker auch permanent
ausprobieren und tüfteln. Bevor ein Konzert beginnt, ist Peltzer mit
komplizierten Berechnungen beschäftigt. Die Abstände der Mikrofone
müssen durchdacht werden und die kniffligen Einstellungen vorgenommen
werden. "Natürlich gehört neben der Erfahrung auch ein bißchen
Glück dazu", erklärt Peltzer. Er hat seine Technik auf seinem zweiten
Hobby, der Philosophie, begründet. "Der berühmte Denker Heraklit hat
einmal von dem Mitanwesenheitsgedanken gesprochen. Gegensätze seien immer
zusammen und für den Sinn verborgen. Auch das Hören und Sehen sind
scheinbar Gegensätze. Aber ich habe herausgefunden, daß - vereinfacht
ausgedrückt - die beste Sichtlinie auch die ideale Hörlinie ist."
Wer Lust bekommen hat, Peltzers Aufnahmen auch einmal selber zu hören, der
kann das bald im Korschenbroicher Stadtarchiv tun. Dort werden sämtliche
Korschenbroicher Konzerte von den 70er Jahren bis heute gesammelt. Diese
Dokumentation zeigt Personen-, Zeit- und Musikgeschichte aus Korschenbroich und
stellt damit einen enormen Wert dar.
Kle
(Anm.: Mittlerweile kann man besagte Sammlung im Stadtarchiv der Stadt
Korschenbroich einsehen. Näheres dazu findet man, wenn man unter
www.Korschenbroich.de
den Link "Kultur > Stadtarchiv > Sammlungen" anklickt.)
Hans-Dieter Peltzer zeichnet Konzerte auf
Das Hobby begann mit Vaters Tonbandgerät
Von JÜRGEN SCHRÖDER
KORSCHENBROICH. Für ihn ist der gute Ton zur Leidenschaft geworden: Wenn in
Korschenbroichs Konzertleben ein Dirigentenstab gehoben wird, die Saite eines
Streichinstrumentes erklingt oder sich eine Klavier- und Orgeltaste senkt, dann
hält Hans-Dieter Peltzer, Oberstudienrat (heute Studiendirektor, Anm. des
Webmasters) und Mediendirektor am Gymnasium, seine Finger am Regler und bringt
die klingenden Ergebnisse "in die Konserve".
Für technisch Eingeweihte hat der Philosophie- und Lateinlehrer, der bei
einer Neusser Videofirma volontierte und seine ursprüngliche
Hobby-Leidenschaft seit nunmehr 15 Jahren auch als "Studiendirektor der
Fachrichtung Medienpädagogik" beruflich an zahlreiche
Schülergenerationen weitervererbt hat, jede Menge Insiderkenntnisse parat.
Zwei Jahre vor seinem Abitur bekam der gebürtige Mönchengladbacher von
seinem Vater den Grundstein für seine eigene Audio-Technik, ein
Röhren-Tonbandgerät geschenkt.
Kurz nach Aufkommen des "DAT-Recorders" (Digital-Audio-Tape) zu Anfang der
achtziger Jahre, einem digitalen Aufnahmegerät, das die aufgenommenen
Musikimpulse in einer Art Zahlenkombination speichert und so weitgehend
authentisch ohne störendes Hintergrundrauschen wiedergibt, richtete sich
Peltzer mit eben jener Profitechnik und unter nicht unbeträchtlichem
Kostenaufwand sein eigenes Tonstudio ein. Mit zahlreichen Metallkoffern,
endlosen Kabelstrippen und hochwertigeren Mikrofonanlagen im Gepäck ist er
heute allerorten zu treffen, wo die Musik spielt - beim Kabelaufwickeln oder als
"Background-Aktivisten" mit Kopfhörer auf den musikliebenden Ohren. Ein
eigenes Instrument spielt der Pädagoge nicht.
Mittlerweile hat in seinem Keller dafür schon wieder die neueste Generation
an High-Tech-Ausrüstung Einzug gehalten. Erwähnenswerte
Höhepunkte seiner Karriere sind unter anderem die Komplettaufnahmen des
Krefelder Musikfestivals "Opus 89", das er 1989 auf die Bänder von 16
Audiokassetten bannte oder die zweite seiner insgesamt vier CD-Aufnahmen beim
Jubiläumskonzert der Frankfurter Singakademie.
In seine gesammelten Arbeiten für das Korschenbroicher Stadtarchiv - dort
sind alle Veranstaltungen der sogenannten "Korschenbroicher Konzerte" in einer
eigenen "Sammlung Peltzer" lückenlos dokumentiert - "könnte", so
Stadtarchivarin Michaele Messmann, "theoretisch jeder Bürger
hineinhören oder Aufnahmen entleihen".
Für Peltzer ist noch immer ein häufig geäußerter Wunsch
offen. Der Wunsch nach einem Zusammenschnitt seiner besten Aufnahmen der
Korschenbroicher
Orgelkonzerte auf CD.
CD erinnert an Andreas-Kantor
RADERBROICH
(barni) Franzjosef Franzen hatte als Andreas-Kantor den Korschenbroichern die
Orgelwoche beschert. An diesem Sonntag (2.) wird bereits die 30. Orgelwoche
eröffnet und Franzen ist vor zehn Jahren verstorben: Anlass genug für
den Hobby-Tontechniker Hans Dieter Peltzer, eine CD mit bislang
unveröffentlichten Konzertmitschnitten herauszugeben.

Zum zehnten Todestag und zur 30. Orgelwoche gibt es eine CD von Franzjosef
Franzen.
"In memoriam Frj. Franzen (1927 - 1997), Aufnahmen aus den 60er bis 70er Jahren"
ist auf dem Cover der CD zu lesen. Eine geringe Auflage ist über den
pensionierten Gymnasiallehrer mit dem Tonstudio im Keller zum Selbstkostenpreis
erhältlich. Was Peltzer nicht so recht verstehen kann: "Für Orgelmusik
interessiert sich nur ein ganz kleiner Kreis. Warum das so ist, ist mir stets
ein Rätsel geblieben, früher als Lehrer habe ich in der Schule immer
die Werbetrommel gerührt - zumeist vergeblich." Der engagierte
Hobby-Tontechniker und Franzjosef Franzen waren früher im Ortsteil Pesch
Nachbarn. Franzen, der zuletzt als stellvertretender Titularorganist an der
Basilika in Kevelaer gewirkt hatte, gab Hans Dieter Peltzer immer wieder die
Gelegenheit, seine Konzerte aufzuzeichnen.
Der Studiendirektor war auch mit dabei, als Franzen in den 60er Jahren für
eine Fernsehserie an acht verschiedenen Orgeln in NordrheinWestfalen spielte.
"Ich erinnere mich noch an einen Termin im Kloster Himmerod in der Eifel, es
wurde nachts gedreht, Franzen hatte einen Zylinder auf, war bester Laune", so
Peltzer. Was ihm noch in Erinnerung geblieben ist: "Der aus Erkelenz stammende
Franzen hatte dünne, lange Finger, mit denen er locker zwei Oktaven packen
konnte." Mitschnitte dieser im dritten Fernsehprogramm gezeigten Konzerte sind
auf der CD jetzt ebenso vertreten wie "Der Zauberlehrling" nach Goethe in einer
Komposition von Franzjosef Franzen. Dirigent Christian Reimer spricht
einfühlsame einführende Worte.
Franzjosef Franzen hat später seine Improvisationskünste
vervollkommnet: Er nahm eigens Klavierunterricht am Robert-Schuman-Institut in
Düsseldorf, um den entsprechenden Meisterkursus in Zürich besuchen zu
können. Hans Dieter Peltzer begleitete seinen Freund auch auf diesen Reisen
- und er hatte selbstverständlich seine Aufnahmetechnik mit dabei. Auf der
CD durfte deshalb die "Hommage a Gerber" nicht fehlen - dieser Gerber war ein
Mäzen, der die Meisterkurse in Zürich finanzierte. Franzen nahm jeden
Buchstaben des Namens "Gerber" zum Ausgangspunkt für seine Improvisationen
- sie stellen zugleich so etwas wie die Krönung seines musikalischen Werkes
dar. Hans Dieter Peltzer hat die Tonaufnahmen, die alle auf Band aufgenommen
worden waren, nachträglich digitalisiert. Das Projekt hatte er zuvor mit
der Witwe des Verstorbenen, mit Marga Franzen, die in Kevelaer lebt, abgestimmt.
Eine Kontaktaufnahme mit Hans Dieter Peltzer in Raderbroich ist unter
didiworld@gmx.de
möglich.
Kompositionen von Franzen auf CD
RADERBROICH
(barni)
Als Weihnachtsgeschenk kommen sie zu spät, aber Hans Dieter Peltzer
verspricht der begrenzten Zahl von Freunden der Orgelmusik einen besonderen
Hörgenuss: Der langjährige Nachbar, Orgelfreund und anspruchsvolle
Hobby-Tontechniker hat zehn Jahre nach dem Tod von Franzjosef Franzen dessen
Orgel-Oeuvre auf nicht weniger als 16 CDs gebrannt. Die sind - einzeln oder im
Paket - zum Selbstkostenpreis zu erwerben.
Die Witwe, Marga Franzen und Professor Klaus Hupe von der Philharmonia Hungarica
haben dem Raderbroicher Studiendirektor a. D. die notwendigen urheberrechtlichen
Genehmigungen erteilt. Die Orgel-CDs umfassen die Zeitspanne von 1977 bis 1994.

Zehn Jahre nach seinem Tod sind die Werke von Franzjosef Franzen auf CD
erhältlich.
Alle Aufnahmen entstanden in der Pfarrkirche St. Andreas im Rahmen der
Internationalen Korschenbroicher Orgelwochen.
Bereits ab 1979 hatte Peltzer die Orgelkonzerte digital aufgenommen. Ist er mit
der Qualität, die er jetzt auf 16 CDs gebannt hat, zufrieden? "Keine
Frage", so ein schmunzelnder Hobby-Tontechniker - einer, der sein Hobby sehr
ernst nimmt. Die Arbeit habe sehr viel Spaß gemacht, die Tonqualität
werde auch anspruchsvolle Musikfreunde zufrieden stellen.
War Franzen ein guter oder ein sehr guter Orgelspieler? "Er war genial", ist
sich Peltzer sicher: "Wenn er mal aus dem Konzept geriet, war er in
Sekundenschnelle in der Lage, im Stile der Komposition zu improvisieren." Wer
sich nur zwei CDs gönnen möchte, für den hat Peltzer zwei
Alternativen: "Die CDs 2 und 4 mit der Philharmonia Hungarica." Und wer auf das
Orchestrale nicht so viel Wert legt: "Dem empfehle ich die CDs 15 und 16 - hier
war Franzen auf dem Höhepunkt seines Könnens angelangt, hier hat er
seine ganze Erfahrung einfließen lassen." Hans Dieter Peltzer kennt zwar
nicht den Grund, aber er weiß, dass sich nur wenige Menschen für
anspruchsvolle Orgelmusik interessieren. Wer sich dazu zählt und an den CDs
interessiert ist, sollte mit dem Hobby-Tontechniker, Franzen-Fan und
Orgelmusik-Freund unter
didiworld@gmx.de
Kontakt aufnehmen.
NGZ vom 3.Januar 2008
Schreibfehler in der Bibel entdeckt
RADERBROICH
(barni) Typisch Lateinlehrer: Hans Dieter Peltzer hat früher Fehler in den
Heften seiner Schüler gefunden. Jetzt deckte er in akribischer Arbeit auf,
dass sich ein Schreibfehler in die Stelle 1,5 der Vulgata eingeschlichen hat.
Der 65-Jährige hat die Genesis genau unter die Lupe genommen, Quellen in
lateinischer und griechischer Schrift studiert. Er ist sich sicher: "Es
heißt nicht "Und es ward aus Abend und Morgen der erste Tag, sondern "Da
ward aus Abend und Morgen der erste Tag". (richtig: „ e i n Tag.“)
Hat sich mit der Bibel beschäftigt: Hans Dieter Peltzer.
Griechische Übersetzung
In anderen Bibelübersetzungen stand dagegen "ein Tag". Peltzer schaute sich
bei den Franziskanern in Mönchengladbach um. Dort stieß er auch auf
einen griechischen Text, der älter ist als alle lateinischen Versionen.
"Bei den lateinischen Übersetzungen tauchte etwa zur Hälfte der
Begriff "unus", also "ein Tag" und "primus", also der erste Tag auf', berichtet
Peltzer. Bei den griechischen Übersetzungen ergab sich ein Verhältnis
von neun zu eins für „ein Tag".
Hans Dieter Peltzer kann nachvollziehen, dass diese Übersetzung die
richtige ist: "Fiat lux - es werde Licht. Gott wollte am Ende seines
Schöpfungswerkes den Menschen erschaffen. Sonne pur hält jedoch keine
Kreatur aus - insofern musste er ein Gegenstück zum Licht schaffen, den
Wechselrhythmus von Tag und Nacht.“ Gemeint sei deshalb ein
vollständiger Tag mit allen seinen Phasen vom Morgengrauen bis zur
finstersten Nacht.
Diese Interpretation mache auch deutlich, warum. im jiddischen Glauben der
Sabbat so wichtig ist: er beginnt am Abend, nachdem das Licht geschaffen wurde.
"Der Tag", so Peltzer gegenüber der NGZ, "hat jedoch Vorrang vor der Nacht
- auch bei den Juden." Ob das Licht oder die Dunkelheit zuerst dagewesen ist,
könne jedoch nicht beurteilt werden - das entspreche der Frage, ob es
zuerst das Huhn oder das Ei gegeben habe. Hans Dieter Peltzer hat auch einen
Zusammenhang hergestellt zwischen der Schöpfungsgeschichte und dem Denken
Heraklits: Demnach kommt es auf das Einheitliche an, nicht auf das Trennende.
Logisch, wird man heute sagen, ohne daran zu denken, dass Heraklit der
Begründer des Begriffs "Logos" war.
Buch herausgegeben
Peltzer hat sich übrigens bis jetzt vergeblich bemüht, seine
Erkenntnisse bei der evangelischen oder katholischen Kirche vortragen zu
dürfen.
Seine wissenschaftliche Arbeit liegt aber jetzt als Buch vor. Es hat den Titel
"Unzeitgemäße Betrachtungen zur Genesis 1,5 und zu Heraklits Logos".
Mit seinem Buch "werden erweiterte Verstehenshorizonte sowohl für die
Religion als auch für die Philosophie vermittelt", ist über das Werk
in einer Rezension im Internet zu lesen.
NGZ vom 11.02.2009
Seit 25 Jahren ist die Tontechnik ein großes Hobby für Hans Dieter
Peltzer
Trotz Anerkennung bleiben immer noch Wünsche offen
Korschenbroich.
Wieso wird ein Lehrer wie Hans-Dieter Peltzer auf CD-Hüllen genannt. Vor
allem, wenn er überhaupt kein Musiker ist. Sich vielmehr nur in seiner
Freizeit mit Aufnahmetechnik beschäftigt?
Nach seinem Latein- und Philosophie-Studium volontierte Peltzer bei einer Firma
für Videotechnik in Neuss. Hier bekam er die ersten Einblicke in den
Bereich. Diese Video-Kenntnisse brachte er mit, als er seine erste
Lehramtsanstellung am Gymnasium in Kaarst antrat. Und schon hier störte
ihn, daß einer der Videorecorder für den Unterricht meist genau in dem
Moment defekt war, wenn man ihn benötigte. Für ihn lag es nahe, sich
seinen eigenen Videorecorder anzuschaffen, um flexibler zu sein.
Als Peltzer dann mit Gründung des Gymnasiums in Korschenbroich dort eine
Stelle annahm, gelang ihm nach einigem Ringen, daß der Rat der Stadt eine
zentrale Steueranlage für Videofilme für die Schule genehmigte. So
kann heute jeder Lehrer einen Videofilm in den Unterricht einfließen
lassen. Peltzer sorgt als Medienbeauftragter neben seinem Unterricht für
den reibungslosen Ablauf der Technik. Hans Dieter Peltzers Liebe zur
Audio-Aufnahmetechnik war ebenfalls schon früh geweckt worden. Und er
verdankte die professionellere Beschäftigung seinem damaligen Nachbarn
Franzjosef Franzen, dem bekannten Konzert-Organisten aus Korschenbroich. Dieser
hatte seine Konzerte schon länger von Peltzer aufnehmen lassen. Doch dann
nahm Franzen ihn einmal mit zu Meisterkursen in der Schweiz. Und hier lernte
Peltzer Hobbytechniker kennen, die seine Arbeiten nett fanden, aber nicht mehr.
Das erregte den Ehrgeiz des Studiendirektors, und er begann seine Arbeitsweise
mit vielen Mikrofonen und einer herkömmlichen Bandmaschinerie zu
überdenken. Ein Neuanfang sollte Abhilfe schaffen, ein Anfang mit digitaler
Technik. Und dies im Jahre 1982, also zu einer Zeit, in der die digitale Technik
gerade auf den Markt kam.
Er besorgte sich einen professionellen DAT-Recorder und reduzierte die Zahl
seiner Mikrofone auf zwei. Das Geld reichte dann auch noch für ein neues
Mischpult. Nach und nach kamen auch die ersten Aufträge (bei denen er immer
nur seinen Unkostenanteil beglich). So arbeitete er schon mit der Philharmonia
Hungarica oder schnitt seit Anbeginn alle Konzerte der "Internationalen
Orgelwoche Korschenbroich" mit - eine geradezu geschichtliche Dokumentation.
Seinen bislang größten Auftrag erhielt er aus Krefeld. 1989
dokumentierte er aufnahmetechnisch das gesamte musikalische Festival "Opus 89",
von dem in der Folge sechzehn Audiokassetten zum Kauf angeboten wurden. Doch
nicht nur Kassetten seiner Aufnahmen sind erhältlich, sondern mittlerweile
auch zwei CDs. So schnitt er Ende 1991 ein Konzert des Jugendsinfonieorchesters
Nordrhein-Westfalen in der Aula des Gymnasiums in Korschenbroich mit, von dem
eine CD gepreßt wurde. Die zweite silberne Scheibe, die seinen Namen
aufweist, wurde in Frankfurt an der Oder aufgezeichnet: vom
Jubiläumskonzert zum 25jährigen Bestehen der Frankfurter
Singakademie.
Hans Dieter Peltzer freut sich über die Anerkennung, die für seine
Hobby-Arbeit aufgebracht wird. Doch immer noch gibt es Wünsche: So
würde er gerne einen Zusammenschnitt der besten Aufnahmen aus den
"Internationalen Orgelwochen" auf CD veröffentlichen. Doch bislang fand
sich kein Interessent bereit, diese Idee zu unterstützen.
Carsten Dürer
IM PROFIL

Hans Dieter Peltzer, Ex-Lehrer und Hobby-Tontechniker. FOTO: KN
Genau hinhören
Hans Dieter Peltzer gehörte mit zur ersten Riege am Korschenbroicher
Gymnasium, das den 64-Jährigen ab August offiziell in den Ruhestand
entlässt. Aus gesundheitlichen Gründen nutzte der Studiendirektor
allerdings schon zuvor die Möglichkeit des Blocksystems mit einer
früheren Freistellung.
Der gebürtige Odenkirchener machte sein Abitur am Stiftisch Humanistischen
Gymnasium in Mönchengladbach und unterrichtete nach dem Staatsexamen in
Köln zunächst in Kaarst. Da das Gymnasium Korschenbroich (Gyko)
stückweise mit den Jahrgangsstufen aufgebaut wurde, konnte Peltzer
zunächst nicht seine beiden Fakultasfächer Latein und Philosophie
unterrichten und führte dank einer Zusatzausbildung die Sextaner in die
Regeln der Mathematik ein.
Im Neubau der Schule tüftelte er die Medienzentrale aus. Als
Medienbeauftragter am Gyko vermittelte der Latein- und Philosophielehrer den
Schülern auch Insiderwissen zu Aufnahmetechniken. Mit einem
Röhren-Tonbandgerät, ein Geschenk des Vaters, legte Peltzer schon zu
eigenen Schulzeiten den Grundstein für seine Audio-Technik.
Wichtige Impulse erhielt er durch seinen früheren Nachbarn Franz-Josef
Franzen, der seine Konzerte von Peltzer aufnehmen ließ. Franzen nahm
Peltzer mit zu Meisterkursen in die Schweiz. Hier lernte der Hobbytechniker
andere Freaks kennen, die seine Arbeiten "ganz nett" fanden, aber nicht mehr.
Schmunzelnd erzählt Peltzer: "Das spornte natürlich meinen Ehrgeiz
an." Als die digitale Technik auf den Markt kam, besorgte er sich einen
professionellen DAT-Recorder und ein neues Mischpult. Inzwischen zeichnete er
weit über 500 Konzerte auf, die zum großen Teil auf CD gespeichert
oder digital verfügbar sind.
Ausgehend von der Frage, wie weit kann man eine Sprache mathematisieren,
übertrug er mit einem Computerprogramm technische Möglichkeiten auf
sein Fach Latein.
ANGELA WILMS-ADRIANS
In Memoriam Frj. Franzen
Zum zehnten Todestag von Franzjosef Franzen, dem früheren St.
Andreas-Kantor und Begründer der Orgelwoche, hat der Hobby-Tontechniker
Hans Dieter Peltzer eine CD mit Konzertmitschnitten aufgenommen.

Franzjosef Franzen an seinem Instrument: der Kirchenorgel.
FOTO: ARTUR FRÄNZEN
VON ANGELA WILMS-ADRIANS
Korschenbroich.
"Er hat eine sehr gute Sammlung der Stücke und traf eine gute Auswahl."
Marga Franzen segnet Hans Dieter Peltzers Auswahl der Konzertmitschnitte ihres
verstorbenen Mannes Franzjosef Franzen ab. Vor allem die Improvisation hat es
der Musikergattin angetan, denn "die Improvisation war eine Stärke meines
Mannes".
Vor zehn Jahren im April starb der bedeutende Kantor und Organist Franzjosef
Franzen, der ein glänzender Musiker war und dem die Stadt Korschenbroich
unendlich viel zu verdanken hat. Der Kantor an der Pfarrkirche St. Andreas gab
den entscheidenden Anstoß für die qualitative Verbesserung der Orgel.
Hier ließ er sein neben aller Musikalität vorhandenes technisches Know
how einfließen und sammelte Mitstreiter für die
Generalüberholung.
Großmeister herbeigelockt
Franzen revolutionierte das Chorgeschehen und bescherte mit der
Unterstützung durch das Kulturamt der kleinen Stadt die weithin beachtete
Internationale Orgelwoche. Dabei lockte er Großmeister wie den
französischen Kantor Jean Guillou an den Niederrhein.
Franzjosef Franzen vertraute schon früh auf die Aufnahmemöglichkeiten
des Korschenbroicher Lehrers Hans Dieter Peltzer. "Wir waren Nachbarn, und die
beiden haben viel zusammen gemacht", erinnert sich Marga Franzen, die heute in
Kevelaer wohnt, gerne an die fruchtbare Zusammenarbeit des Musikers und des
Hobbytechnikers.
Peltzer wählte für seine CD mit dem Titel "In Memoriam Frj. Franzen
(1927-1987) [
Anm. der Didiworld:
Richtig muss es heißen (1927-1997).]" bisher unveröffentlichte
Konzertmitschnitte aus. Dazu gehört Franzens Komposition des
"Zauberlehrlings", eine musikalische Auseinandersetzung zum Goethe-Text
über die Vermessenheit des Menschen. Peltzer schnitt auch die
einführenden Worte des Musikfreundes Christian Reimer mit, der in
"ungewohnten kompositorischen Techniken eine Deutung aus unserer Zeit" erkennt.
Franzens Improvisation "Hommage a Gerber" ist ein Dank des Musikers an den
Mäzen der Meisterkurse in Zürich, die er mehrfach in Peltzers
Begleitung besuchte.
"Mein Mann hat den Namen Gerber in Töne umgesetzt und für das ,r' die
alte Tonbezeichnung ,re' benutzt", erklärt Marga Franzen das Thema. Zu
Aufnahmen an verschiedenen Orgeln zeigt sich Franzen als hervorragender
Interpret fremder Werke. Aus urheberrechtlichen Gründen fertigte Peltzer
nur wenige Exemplare zur Dokumentation an. Interessenten können sich an ihn
wenden und eine CD gegen eine Kostenpauschale bekommen.
Kontakt
Email:
didiworld@gmx.de
INFO
Franzjosef Franzen
Musiker
Franzjosef Franzen war ein international gefragter Konzertorganist, der dem
hiesigen Konzertleben eine überregionale Bedeutung verlieh.
Chorleiter
Mit dem Kirchenchor von St. Andreas führte Franzjosef Franzen bedeutende
Werke der Chorliteratur auf.
Auszeichnung
1989 bedachte die Stadt ihn mit ihrer Verdienstmedaille.
Der komplette Franzen
Der Hobby-Tontechniker Hans Dieter Peltzer hat das Gesamtwerk seines
verstorbenen Freundes Franzjosef Franzen in akribischer Kleinarbeit
zusammengestellt. Der Orgelvirtuose Franzen war Kantor an St. Andreas
Korschenbroich.

Franzjosef Franzen an der Kirchenorgel von St. Andreas. Er war lange Kantor der
Korschenbroicher Pfarrgemeinde. FOTO: KN
VON ANGELA WILMS-ADRIANS
KORSCHENBROICH
Es ist geschafft, der Raderbroicher Hans Dieter Peltzer hat nun wieder ruhigere
Nächte. In akribischer Kleinarbeit stellte der pensionierte Latein- und
Philosophielehrer des Korschenbroicher Gymnasiums das Gesamtwerk des
verstorbenen Organisten Franzjosef Franzen auf 16 CDs zusammen. Franzen war
Kantor an St. Andreas und Begründer der Orgelwoche.
Als großer Anhänger des Orgelvirtuosen zeichnete Peltzer dessen
Konzerte von 1977 bis 1994 auf. Alle Werke wurden ursprünglich auf
DAT-Bändern (Digital Audio Tape) gespeichert. Die passenden Geräte
dazu sind nicht mehr käuflich zu erwerben, und die noch einsatzfähigen
sind laut Peltzer inzwischen schwierig zu warten. Für den Musikliebhaber
Peltzer bedeutete der Wandel einen „großen technischen Druck“,
um nur ja alles auf den neusten Stand zu retten.
„
Jetzt kann ich abtreten“
Marga Franzen, die in Kevelaer wohnende Witwe des Organisten, ist froh und
dankbar, dass nun alles auf CD gesichert ist. Die letzte historische Aufnahme
von Franzen stammt aus dem Jahr 1994. Der schwer erkrankte Künstler gab
zwar noch 1995 ein Konzert. Doch er genehmigte keine Aufnahme mehr, da er
fürchtete, nicht mehr sein Bestes geben zu können.
Peltzer wertet die Aufnahme von 1994 als Vermächtnis. „Für mich
zeigt Franzjosef hier noch einmal sein ganzes spielerisches und
improvisatorisches Können. Er scheint alles hineingelegt zu haben nach dem
Motto ‚Jetzt habe ich es euch noch einmal gezeigt, jetzt kann ich
abtreten’“, ist der Orgelfreund sicher.
„Das ist Franzen. Hier merkt man seine Vorliebe für französische
Komponisten“, sagt Peltzer, während er einer Aufnahme lauscht. Zum
Klangbild von Camille Saint-Saens' „Sinfonie“ haucht er fast
andächtig: „Hier kommt die ganze Schönheit der Korschenbroicher
Orgel heraus“.
Bei den Aufnahmen arbeitete Peltzer immer mit vom Deckengewölbe
abgehangenen Mikrofonen, um auf der Höhe des Orgelprospektes die
höchst mögliche Klarheit zu erreichen. Leidenschaftlich erzählt
der bestens geschulte Hobby-Tontechniker von technischen Raffinessen. Für
die Fernsehserie „Kirchenorgeln unserer Heimat“ war das
musikalisch-technische Gespann Franzen/Peltzer viel unterwegs. „Ich
verdanke Franzjosef Franzen sehr viel“, sagt Peltzer.
Für Interessierte bietet Hans Dieter Peltzer die Aufnahmen zum
Selbstkostenpreis an.
RP v. 11. Januar 2008
INFO
Hans Dieter Peltzer
Geburt
26. März 1943
Studium
Bis 1969 Philosophie und Latein an der Albertus-Magnus-Universität zu
Köln.
Referendariat
1970 bis 1972 in Mönchengladbach und Krefeld
Lehrer
1972 erste Stelle in Kaarst, 1975 Studienrat, ab 1977 Gymnasium Korschenbroich,
1978 Oberstudienrat, 1980 Studiendirektor, ab Ende 2005 in Freistellungsphase,
seit Jahreswechsel im Ruhestand
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Rotter und der Sophist Protagoras
eine Kritik für Amazon von "Hobby-Toningenieur und Autor" Hans Dieter
Peltzer
http://www.amazon.de/review/R3IPZ4SML5PBYB/ref=cm_cr_rdp_perm
Peltzers Genesis
VON ANGELA WILMS-ADRIANS
KORSCHENBROICH
Es war vielleicht nur eine Nachlässigkeit oder das schlechte Licht des
Kerzenscheins, und bei der Abschrift des urlateinischen Textes der Genesis 1,5
wurde aus einem „a“ ein „e“. Beim Lesen des Genesis
Textes merkte der genau hinschauende Lateiner Hans Dieter Peltzer wegen
grammatischer Unstimmigkeiten, „dass etwas nicht stimmte“. Daher
unternahm er eine spannende und langjährige Recherche. Der Philosoph in
ihm erkannte in der textkritischen Auseinandersetzung eine gedankliche
Verbindung zum „Logos“, einem Grundwort im Denken des Philosophen
Heraklit.

Hans Dieter Peltzer fand einen Fehler in der Bibelübersetzung. FOTO: K.N.
Im Cafe „Otten“ las der pensionierte Gymnasiallehrer aus seinem
kürzlich erschienenen Buch „Unzeitgemäße Betrachtungen zur
Genesis 1,5 und zu Heraklits Logos“. Hier fand er einen kleinen, doch
hochinteressierten Kreis, um von der Quellensuche zu erzählen und seine
Deutung zu belegen. Auslöser für Recherche und Buch war ein Blick in
eine Lutherbibel von 1843. Peltzer bemerkte eine ihm unbekannte Lesart zur
Schöpfungsgeschichte: erstmals las er nicht vom „ersten Tag“,
sondern von „einem Tag“.
Hellhörig geworden, stieß er in den Quellen immer wieder auf diesen
Widerspruch. Was manchem spitzfindig erscheinen mag, ermöglicht die
Parallele zu Heraklits Worten „Tag und Nacht sind eines“. Der
Grieche philosophierte über Gegensatzpaare wie die Einheit von Tag und
Nacht. Nach seiner Definition bleibt diese den Sinnen verborgen, ist aber
über den „Gedanken der Mitanwesenheit für das Denken
entscheidend“. Peltzer wurde übrigens bestätigt, dass seine
Übersetzung dem hebräischen Text der Thora entspricht.
RP v. 7.02.2009
IM PROFIL
Die grauen Zellen sollen auch im Ruhestand arbeiten

Hans Dieter Peltzer. FOTO: KN
Hans Dieter Peltzer (65) gehört zu den Unruheständlern, die wissen:
"Die grauen Zellen müssen arbeiten." Anderthalb Jahre nach der
Pensionierung gab der ehemalige Lehrer des Korschenbroicher Gymnasiums das Buch
heraus "Unzeitgemäße Betrachtungen zur Genesis 1,5 und zu Heraklits
Logos". Anhand von Quellenforschung weist er einen Übersetzungsfehler im
lateinischen Text der Genesis nach und bietet im Bezug zum griechischen
Philosophen Heraklit eine neue Lesart an. Anlass für die Forschungsarbeit
war die Verwunderung über abweichende Übersetzungen der Bibelstelle.
Doch das Interesse an der lateinischen Fassung der Genesis trieb den Lehrer
schon zu Schulzeiten um. Für das Thema zog er gerne den lateinischen Text
der "Genesis" heran. "Unter den Schülern galt der Schlachtruf 'Wann machen
wir endlich wieder Genesis?'", erinnert er sich. Zur Spurensuche gehörten
auch Gespräche mit dem jüdischen Schüler Daniel Peiser. Vertraut
mit dem hebräischen Text der Genesis konnte dieser Peltzers Vermutungen
nachvollziehen. Die Familie Peiser vermittelte wichtige Kontakte für die
Recherche. Den entscheidenden Impuls für die Publikation gab die Lektorin
Roswitha Hunold, die über das Internet auf Peltzer aufmerksam wurde. Schon
zuvor hatte der Pescher Schüler Sven Loosen zu Peltzers Text eine
PowerPoint - Präsentation angefertigt, die den Lehrer begeisterte. Es
verwundert nicht, dass Peltzer die Schüler als "lebendige
Gesprächspartner" fehlen. Doch er genießt seine neue Freiheit. Die
Zeit kommt einer weiteren Leidenschaft zugute. Über Jahre zeichnete er im
Live- Mitschnitt Orgelkonzerte auf. In einer technischen Überarbeitung
sicherte er Konzerte des verstorbenen Korschenbroicher Organisten Franzjosef
Franzen. Jüngst erfuhr Peltzer auf diesem Feld Bestätigung: Für
eine französische CD wurde eine seiner Aufnahmen herangezogen, um die
Entwicklung des Orgelvirtuosen Jean Guillou zu dokumentieren. Zufrieden
resümiert Peltzer: "Ich bin tätig, ich werde tätig, aber ich muss
nicht".
ANGELA WILMS-ADRIANS
RP v. 13.02.09
LESERBRIEFE
Hinweggefegt
Fluitbach
Habe ich richtig gelesen? Plötzlich sollen 163.000 (!) Euro von der Stadt
und dem Rhein-Kreis Neuss, deren Kassen seit Jahren "leer" sind, für die
Bach-Sohle des Fluitbaches "gespendet" werden? Braucht da wirklich nur ein Herr
Kochs, Chef des städtischen Abwasserbetriebs, mit einem Plan daherzukommen,
und schon wird dieser mit "Spendengeldern" ab dem 15. Juni ausgeführt?
Haben nicht zahlreiche Bürger und viele Oppositionsparteien jahrelang
unermüdlich argumentiert und gefordert, die Flutbach-Sohle müsse
dringend reguliert werden? Wurden nicht alle Argumente bisher mit dem Hinweis
hinweggefegt, es sei "kein Geld" da? Ist etwa in diesem Jahr doch so etwas wie
ein "Super-Wahl-Jahr"? Ein Thor, wer Böses dabei denkt!
HANS DIETER PELTZER
HOLZWEG 16
41352 KORSCHENBROICH
RP v. 23.05.09
Leserbrief
Leserbrief zum Grundwasser in der RP vom 25. Januar 2011


Rachmaninoff: 2. Klavierkonzert
5-Sterne-Orchester, 5-Sterne Pianistin, jedoch 1-Stern-Tontechnik
eine Kritik für Amazon von "Hobby-Toningenieur" Hans Dieter Peltzer
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Rezension der „
NachtMusik“
vom 17. März 2006
im Robert-Schumann-Saal
von H.D. Peltzer
Mozart als opulentes 11-Gänge-Musik-Menü, abgestimmt auf 440Hz
mit der Schumann Camerata unter der Leitung von A. Shelley,
der Sopranistin und Jazzerin Marlis Petersen,
dem 14-jährigen Pianisten Julian Jia und
dem Schauspieler Ralf Bauer
als Moderator
Nachdem das erste Konzert der Reihe 440Hz für junge Erwachsene im
vergangenen Oktober laut hausinterner Information ein voller Erfolg war und ein
neues Publikum anzulocken vermochte, war der Rezensent gespannt, ob auch das
zweite Konzert dieser Reihe an den Erfolg des ersten anknüpfen oder ihn gar
übertreffen konnte.
Um die Antwort gleich vorwegzunehmen, es konnte, und zwar lockte das opulente
11-Gänge-Musik-Menü so viele Gäste an, dass nur noch in der
ersten Reihe einige Plätze schamvoll frei blieben, weil der Hausherr
offensichtlich zu viele für VIP reserviert hatte.
Zum Entree stimmte sich das jugendliche Ensemble der Schumann Camerata auf
440Hz, den Kammerton A, das „Leitmotiv“ sozusagen, ein. Auch der
Steinweg-Flügel war, wie das mitgebrachte Messgerät anzeigte,
punktgenau und bis in den Diskant hinein gut gestimmt.
Das Mozart-Festmahl konnte beginnen!
Als musikalische Vorspeise gab es den ersten Satz aus der „Kleinen
Nachtmusik“ KV 525 zu hören. Wer damit schon Appetit auf mehr
bekommen hatte, musste seinen Hunger mit anderen Mozart-Filet-Stücken
stillen, die unter dem aufmerksamen Dirigat von Alexander Shelley meisterlich
serviert wurden. Denn die anderen drei Sätze von KV 525 verteilte der
Küchenchef in der Gestalt des Moderators und beliebten Schauspielers Ralf
Bauer über zweieinhalb Stunden geschickt bis hin zum Ende des opulenten
Mahles, so dass der Spannungsbogen erhalten blieb.
Als Zwischenspeise wurde von der stimmlich hervorragend disponierten Sopranistin
Marlis Petersen – passend zu KV 525 – die
„Abendempfindung“ KV 523 vorgetragen, so dass das Publikum
vielleicht jetzt schon auf den Lied-Geschmack gekommen war. Überhaupt
sollten die Gourmet-Freunde der Gesangskunst an diesem Abend mehr als einmal im
Verlauf des nächtlichen Mozart-Dinners auf ihre Kosten kommen, wagte die
Sopranistin doch nicht nur mit Bravour den stimmlichen Höhenflug mit der
Konzertarie „Ah, lo previdi“ KV 272, sondern begab sich auch zweimal
auf das Glatteis der Improvisation zu „Ach, ich fühl´s“
und „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus der
Zauberflöte.
Wem solche Leckerbissen denn doch nicht so recht schmecken wollten, der
bevorzugte vielleicht lieber etwas aus dem Hauptgericht-Angebot: dem Allegro des
A-Dur-Klavierkonzertes, KV 414, dem Andantino des Es-Dur-Klavierkonzertes, KV
271, oder dem Allegro Assai des A-Dur-Klavierkonzertes, KV 488. In dieser
„Königsdisziplin“ spielte der 14-jährige Pianist Julian
Jia auf. Was für erlesene Köstlichkeiten kamen da auf die Festtafel!
Was für eine geballte Energie wurde da über die treffsicheren Finger
freigesetzt und von der Schumann Camerata wohltuend und – bis auf einige
unschöne Töne beim Blech – wohlklingend begleitet.
Wer nach all dem noch etwas Platz gelassen hatte für einen feinen
Nachtisch, der wurde reich belohnt mit einer Zugabe des bravourös
aufspielenden Julian Jia.
Rezension von H.D. Peltzer zu
Spencer Johnsons Bestseller aus dem Jahr 1998:
„Who moved my Cheese?
An Amazing Way to Deal with Change in your Work and in your Life”
In der deutschen Fassung von Gaby Turner aus dem Jahr 2000:
„Die Mäuse-Strategie für Manager – Veränderungen
erfolgreich begegnen“
Im Mittelpunkt von Spencer Johnsons Bestseller „Who moved my
Cheese?“ steht ein Gedicht von A.J. Cronin über das Leben als
Labyrinth, welches in der Originalsprache lautet:
“Life is no straight and easy corridor
along which we travel free and unhampered,
but a maze of passages
through which we must seek our way,
lost and confused, now and again
checked in a blind alley.
But always if we have faith,
a door will open for us,
not perhaps one that we ourselves
would ever have thought of,
but one that will ultimately
prove good for us.”
Dieses Gedicht übersetzt Gaby Turner in der Deutschen Ausgabe von Spencer
Johnsons Werk so:
„Das Leben ist kein schöner, gerader Gang,
den wir ungehindert frei durchschreiten,
sondern ein Labyrinth aus Korridoren,
durch die wir unsern Weg zu bahnen haben,
verirrt und verwirrt und immer aufs Neue
in Sackgassen gefangen.
Doch wenn wir nur den Glauben haben,
wird Gott uns immer eine Türe öffnen,
keine vielleicht, an die wir selbst
auch nur im Traum gedacht haben,
doch eine, die sich uns am Ende
als segensreich erweisen wird.“
Diese Übersetzung durch Gaby Turner verleitete einen Pfarrer aus
Korschenbroich sogar dazu, das Gedicht von A.J. Cronin ungeprüft als Motto
für seinen Osterbrief 2006 an seine Gemeinde zu nehmen mit der
Überschrift: „Ostern – Veränderungen erfolgreich
begegnen“, um daraus den Schluss zu ziehen: „Im Großen wie im
Kleinen gilt deshalb auch für uns: ´Wenn wir nur den Glauben
haben…´“
Dabei hätte ein einfacher Blick in die zweite Strophe des irischen
Originals genügt, um zu erkennen, dass hier weder von „Glauben“
noch von „Gott“ die Rede ist. Eine einfache Übersetzung der
zweiten Strophe müsste lauten:
„Aber immer dann, wenn wir Vertrauen haben,
wird sich für uns eine Tür öffnen,
vielleicht nicht eine, die wir uns selbst
je vorgestellt hätten, jedoch eine, die sich letztlich
für uns als gut erweisen wird. ”
Ähnlich missverständlich ist die Übersetzung des Untertitels von
Spencer Johnsons Werk:
„Veränderungen erfolgreich begegnen“
Hier müsste es in etwa heißen:
„Ein erstaunlicher Weg, um mit den Veränderungen in Deiner Arbeit
und in Deinem Leben fertig zu werden“
Diese wenigen Hinweise mögen ausreichen, um auf die Problematik einer jeden
Übersetzung aufmerksam zu machen, vor allem, wenn man aus einer
fehlerhaften Übersetzung die falschen Schlussfolgerungen zieht.
Zum Abschluss meiner Überlegungen möchte ich den Blick des geneigten
Lesers auf die Übersetzung des Cronin-Gedichtes durch einen befreundeten
Englisch-Kollegen, Herrn B. Steinhauer, lenken, welcher folgendermaßen
formuliert:
„Das Leben ist kein gerader und einfacher Flur,
durch den wir frei und ungehindert reisen,
sondern ein Labyrinth von Gängen,
aus denen wir unseren Weg heraus suchen müssen,
den Weg nicht finden und verwirrt sind und uns immer mal wieder
in einer Sackgasse wieder finden.
Aber immer, wenn wir Vertrauen haben,
öffnet sich für uns eine Tür,
vielleicht nicht die, an die wir dachten,
aber eine, die sich letztlich
als gut erweist für uns.“
Korschenbroich, im Juni 2006
Gedanken zu Berndt Bosseljon
von H.D. Peltzer, StD, im Februar 2007
Am 23. September dieses Jahres jährt sich der Todestag des bekannten
Forstwalder Malers, Dichters und Komponisten Berndt Bosseljon zum
dreißigsten Mal. An ihn und sein kompositorisches Schaffen erinnert der
folgende in sehr persönlichem Ton gehaltene Beitrag von Hans-Dieter
Peltzer. Der Autor, im Hauptberuf Studiendirektor für die Fächer
Latein und Philosophie am Gymnasium der Stadt Korschenbroich, war in den
siebziger Jahren eng mit Bosseljon befreundet und hat in seiner nebenberuflichen
Tätigkeit als Tontechniker eine Reihe von Konzerten Bosseljons aufgenommen
und archiviert.
Lieber Berndt,

seit fast 30 Jahren abwesend im "Reich der Schatten", bist Du doch - immer mal
wieder, und so auch jetzt - anwesend in meinen Gedanken.
Denke ich an Dich, und das meist in Wachphasen der Nacht, so werde ich - wohl in
Anlehnung an Heine - um meinen Schlaf gebracht.
Du fragst: "Wieso?"
Seit mich die Redaktion des "Forstwald" ansprach und fragte: "Nicht wahr,
Dieter, Du hast den Berndt gekannt, Du warst häufig in seinem Haus im
Forstwald, Du hast viele seiner Tonwerke in Zusammenarbeit mit seinen
Musikfreunden Franzjosef Franzen aus Korschenbroich und Walter Berlemann aus
Essen aufgenommen, Du wirst uns doch für einen Beitrag über den Berndt
helfen?" und ich spontan "Ja" gesagt habe, seitdem ist meine
"Vorruhestands"-Ruhe dahin.
Über Dich nachzudenken und zu schreiben, ist nämlich leicht und schwer
zugleich: Leicht ist es, aus Christoph Dohrs Werk "Musikleben und Komponisten in
Krefeld" aus dem Jahre 1992 Deine Biographie zu zitieren, etwa, dass Du "als
Sohn des Schuhmachermeisters Arnold Anton Bosseljon und seiner Frau Anna
Christina, geb. Bohr, in Krefeld am 2. August 1893 geboren wurdest" oder, dass
Du "vom 31. Oktober 1910 bis zum 16. März 1912 Dich in Aachen aufgehalten
hast" oder dass Du "in zweiter Ehe mit Anne, geb. Röhrig, verheiratet
warst, als Dreißigjähriger Dich abermals beruflich neu orientiert
hast, für zwei Jahre nach Berlin gezogen bist, im Kreis der Expressionisten
Conrad Felixmüller und Carl Sternheim gelebt hast, dem Hindemith-Kreis nahe
gestanden, die ungeheuren Möglichkeiten der Neuen Musik gesehen,
wochenweise auch in Wien gewohnt hast" oder, dass Du "seit Mitte der 50er Jahre
in einem kleinen, mit eigenen Mitteln errichteten Haus im Forstwald, dem
bevorzugten Viertel der "Krefelder Künstler", denen Du Dich zuvor
angeschlossen hattest, gewohnt hast - bis zu Deinem Tod am 23. September 1977".
Schwer dagegen ist es, Dich und Dein Werk angemessen zu deuten und zu fassen. Du
lebtest seit Mitte der 50er Jahre, zusammen mit Deiner geliebten Frau Anne, in
einem kleinen Haus im "Forstwald". Ich musste heute Nacht einfach über den
Begriff "Forstwald" einmal nachdenken. "Forst" - so habe ich vorsichtshalber im
Deutschen Wörterbuch von H. Paul nachgelesen - ist, im Gegensatz zu Wald
"als bewirtschaftetem Waldgebiet" , "der dem Herrscher vorbehaltene Wald".
Forst, Wald oder Forstwald? Wie dem auch sei: Mich erinnern diese Begriffe
spontan an das Vorwort von Heideggers Werk "Holzwege":
"Holz" lautet ein alter Name für Wald. Im Holz sind Wege, die meist
verwachsen jäh im Unbegangenen aufhören. Sie heißen Holzwege.
Jeder verläuft gesondert, aber im selben Wald. Oft scheint es, als gleiche
einer dem anderen. Doch es scheint nur so. Holzmacher und Waldhüter kennen
die Wege. Sie wissen, was es heißt, auf einem Holzweg zu sein."
Ich nehme an, auch Du und Deine geliebte Anne, ihr beide wusstet, was es
für euch heißt, im Forstwald ein kleines Waldhaus zu bewohnen, welches
ich mehrere Male - meist im Zusammenhang mit Tonaufnahmen - besuchen durfte.
Damit komme ich zu dem noch schwierigeren Teil, Dein Werk, also das, was Du als
Tonkünstler geschaffen hast, auch nur einigermaßen angemessen zu
erfassen.
Dabei zeigt schon ein Blick in diejenigen 50 Werke, die Du der
Öffentlichkeit zugänglich machtest, die Du - der Tradition
entsprechend - mit Opus-Zahlen versehen hast, und ein Blick in die anderen 30
Werke, die Du gar nicht erst nummeriert und der GEMA gemeldet hast, wie
schwierig es selbst für einen versierten Musikwissenschaftler wie den schon
erwähnten Christoph Dohr war, die Besonderheiten Deines kompositorischen
Schaffens aufzuzeigen.
Um wie viel schwieriger muss es da für mich als "Aufnehmer" einiger weniger
Deiner Kompositionen sein, Dein kompositorisches Schaffen zu überschauen,
geschweige denn Deine eigene Tonsprache zu verstehen. So will ich mich darauf
beschränken, mich an diejenigen Deiner Werke, die ich aufgenommen habe, zu
erinnern und wiederzugeben, welche Wirkung sie auf mich haben.
Eines Deiner ersten Werke, die ich kennengelernt habe, habe ich mit Herrn
Franzen am 2.3.1969 in Köln-Troisdorf aufgenommen: Deine Messe für
Chor, Orgel, Bläser: Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei u.a.
Danach folgte in der St. Andreas-Kirche Korschenbroich u.a. im Rahmen eines
Festlichen Konzertes für Bläser, Chor und Orgel am 3. Juni 1973 Deine
"Intrada" aus dem Jahre 1968.
Danach kamen mehrere Klavierkonzerte mit dem Pianisten Walter Berlemann in
Krefeld, vor allem das im Rittersaal der Burg Linn am 26.10.1973. Auf dem
Programm standen damals u.a. von Dir die ,,5 Gesänge für Bariton und
Klavier nach Texten von Otto Blume, op. 47 und Deine Sonate Nr. 2, op. 32
für Klavier.
Im Rahmen der "Korschenbroicher Konzerte" habe ich dann - soweit ich mich
erinnere - die "Tre Modi" für Orgel, op.50 aufgezeichnet. Zumindest aber
einen Satz daraus: "Lento Lamentoso" , den Franzjosef Franzen Dir zur Ehre im
Oktober 1977 gespielt hat, nachdem Du zuvor im September Dich auf Deine weite
Seelenreise begeben hattest .
Krönender Abschluss meiner Aufnahmetätigkeit mit Werken von Dir war
bisher die komplette digitale Aufzeichnung von "Opus 89" im Jahre 1989 in
Krefeld, welche ich meinem Bekannten Christoph Dohr zu verdanken habe.
"Krönender Abschluss"? Das kann wohl nur zeitlich gemeint gewesen sein.
Denn: Erst vor wenigen Tagen entdeckte ich beim Aufräumen meiner
Bandaufzeichnungen eine Uraufführung Deines Werkes "Passacaglia",
aufgenommen und festgehalten für die Nachwelt in der Aula des Gymnasiums zu
Grevenbroich im Jahre 1976.
Das Wort "Passacaglia" hat mich heute Nacht wieder nachdenklich gemacht, kommt
es doch aus dem Spanischen (pasar una calle) und bedeutet: "eine Straße
entlang gehen" und war ursprünglich ein Volkstanz.
Aber: Im Gegensatz zur "Chaconne" steht die "Passacaglia" meistens in
Moll-Tonarten, also in "weichen" oder gar "traurigen" Tonarten.
Lieber Berndt, ich frage mich oft, ob dieses Wort "Passacaglia" vielleicht ein
Schlüsselbegriff für Dein kompositorisches Schaffen ist. Denn:
Einerseits steht es vom Volkstanz-Charakter her für Fröhlichkeit,
welche ich bei den langen und gemütlichen Abenden in Deinem Forstwaldhaus
immer wieder erleben durfte, andererseits aber auch für eine tiefe, wenn
auch mehr verborgene Traurigkeit, die ich immer wieder beim Anhören Deiner
Werke zu verspüren glaube.
Ähnlich wie mit der "Passacaglia" geht es mir, wenn ich Dein "Lento
Lamentoso" anhöre - das Stück also, dessen Charakter das zugleich
"lento", "langsam" oder "sanft", und "lamentoso" ,
"schmerzlich-leidenschaftlich" ist.
Vielleicht bietet die fast heraklitisch zu nennende Gegensätzlichkeit
zwischen Deiner Liebenswürdigkeit im Umgang mit den Menschen und der
mitunter regelrecht abweisenden Schroffheit Deiner Musik den Schlüssel zum
Verständnis Deiner musikalischen Sprache, spiegelt diese
Gegensätzlichkeit doch exakt die Summe Deiner Lebenserfahrung wider: das
Leid, dass Du in zwei Weltkriegen als Soldat und während Deiner
Kriegsgefangenschaft ansehen und wohl auch selber erdulden musstest, über
das Du nie sprechen konntest, den Schmerz über das Scheitern der ersten Ehe
zu Beginn der zwanziger Jahre, die Bedrängnis in der Nazizeit, als Du Dich
weigertest, der Partei beizutreten, die Trauer über die Zerstörung
Deiner Heimatstadt mitsamt dem geliebten Elternhaus und dem Theater, an dem Du
bis zu dem verheerenden Bombenangriff als Chordirektor wirktest.
Auch die materielle Unsicherheit, die ständige Suche nach einem sicheren
Arbeitsplatz, welche Deine gesamte Tätigkeit geprägt hat, schlagen
sich in der Schwere Deiner Musik und in Deiner Aggressivität wider; das
Glück aber, das Du mit Deiner Anne im Kreise der Freunde von der
Künstlerkolonie während gut dreißig Jahren im Forstwald erleben
durftest, das fand seinen Widerhall in der Offenheit, der Heiterkeit und
besonders der großen Hilfsbereitschaft, für die Du von denen, die Dich
kannten, so gerühmt wirst.
Mit diesen Gedanken möchte ich mich nun für heute von Dir
verabschieden und Dich wieder in Deine wohl verdiente Ruhe im Reich der Schatten
entlassen...
Dein Aufnehmer
Hans-Dieter Peltzer
CD's mit Originalaufnahmen können auf Anfrage über die Schriftleitung
beim Verfasser erworben werden.
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Konzertaufnahmen
Tonaufnahmen von Hans Dieter Peltzer (Stand 13.02.2011)
Tabelle im Excel-Format
Tabelle im PDF-Format
Jean Guillou en concert - Toccatas en Allemagne
Tonaufnahme von Hans Dieter Peltzer
.
Erhältlich bei Augure:
http://www.jeanguillou.org/Augure/Pubbli/Aug08DE.html
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| Track 01
Aus "Paulus" Nr. 40
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Track 02
Aus "Paulus" Nr. 11
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Track 03
Aus DV 950
"et incarnatus"
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1:36 min
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1,47 MB
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Track 04
Aus op. 90 "Italienische"
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1:40 min
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1,52 MB
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Track 05
Aus op. 4 "Gloria"
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1:46 min
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1,61 MB
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Track 06
Aus op. 4 "Sanctus"
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1:38 min
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1,50 MB
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Track 07
Aus op. 4
"Agnus Dei"
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mp3
Dauer:
1:39 min
Dateigröße:
1,51 MB
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Track 08
Aus op. 46 Psalm 95
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1:38 min
Dateigröße:
1,49 MB
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Track 09
Aus op. 42
Psalm 42 Teil 1
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Dauer:
1:38 min
Dateigröße:
1,50 MB
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Track 10
Aus op. 42
Psalm 42 Teil 2
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Dauer:
1:41 min
Dateigröße:
1,51 MB
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Track 11
Aus op. 42
Psalm 42 Teil 3
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Dauer:
1:42 min
Dateigröße:
1,56 MB
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Track 12
Aus op. 35 Violinkonzert
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1:41 min
Dateigröße:
1,54 MB
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Track 13
Aus "Ruslan und Ludmila"
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Dauer:
1:43 min
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1,58 MB
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